Das Jobticket ist echt attraktiv

Es gilt das gesprochene Wort!

 

TOP 20, 28 – Jobticket

 

Dazu sagt der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,

Andreas Tietze:

 

Meine Damen und Herren,

 

in einem guten Umweltverbund fährt man schnell, bequem und entspannt. Dazu gehört ein guter Tarif:

 

1. Günstig - Man zahlt weniger als im Auto

2. Transparent - Man findet sofort die richtige Karte: Ohne Suchen - Ohne Stückeln

3. Einfach - Leichter leben mit nur einer Karte oder App für alles: Einsteigen - Losfahren - Wohlfühlen

4. Gerecht - Niemand muss sich übervorteilt fühlen

 

Seit 2002 bietet der SH-Tarif Zug und Bus mit nur einer Karte. Damals ein großer und guter Schritt!

 

Die alten Tarifsysteme sind jedoch veraltet. Das überarbeiten wir grundlegend mit dem Tarifentwicklungsplan unseres jüngst angeschobenen Landesweiten Nahverkehrsplans. Das ist sehr komplex und dauert daher.

 

Anstatt nur zu warten haben wir direkt erste Verbesserungen angepackt:

 

1. 130.000 Menschen aus Steinburg sind nun im HVV.

2. 53.000 Studierende haben nun ein Semesterticket. Wer im Land studiert sollte es auch sehen können. Rund um die Uhr, auf allen Strecken, mit Hamburg.

3. Mehrere tausend Menschen pendeln mit dem Jobticket - schließlich ist der Arbeitsweg mit im Schnitt 21 km länger als für andere Zwecke und zudem immer gleich.

 

Das Jobticket ist echt attraktiv. Mit 10 oder 20 Euro Rabatt der Verkehrsbetriebe und 15 oder 30 Euro vom Arbeitgeber spart man monatlich 25 oder 50 Euro. Stadtverkehre kosten so mit nur 2,50 Euro im Monat weniger als zwei Liter Diesel.

 

Klar, dass das Jobticket weggeht wie warme Semmeln. Der Erfolg kompensiert die Einnahmeausfälle, so dass wir nur unsere zwei Millionen Euro als Anschub benötigen. Klug investiert!

 

Das ermutigt uns Grüne, Tarife weiterzuentwickeln:

 

1. Ein landesweites Bildungsticket ließe allen 420.000 Jugendlichen in Freiwilligendienst, Ausbildung und Schule die Mobilitätswende erleben. Dafür wollen wir eine Anschubfinanzierung des Landes wie in Hessen - ein Grüner Verkehrsminister als Vorbild.

2. Volle Anerkennung der BahnCard 50 im SH-Tarif macht die Bahn als Ganzes attraktiver.

3. Ein gemeinsames Tarifgebiet vernetzt den Norden.

 

Doch das Jobticket ist nicht nur eine gute Fahrkarte und gutes Marketing, sondern der sinnvolle Einstieg in die Nutznießerfinanzierung:

 

Neben den Fahrgästen zahlen auch Firmen, da es ihnen nützt, dass ihre Angestellten besser zum Job kommen.

 

Wir Grüne denken noch weiter:

 

1. Kurkarten sollten viel öfter als ÖPNV-Ticket gelten, da weniger Autoverkehr eine große Erholung ist

2. Eine kommunale Abgabepflicht für Einwohner*innen, Kfz-Halter*innen oder Kfz-Nutzer*innen, da sie die damit verbesserten Nahverkehre nicht nur nutzen können, sondern auch von weniger Stau, Lärm und Abgasen profitieren - der Grüne Verkehrsminister Baden-Württembergs ist hier Vorreiter.

 

So kommt neues Geld ins System und die Bedeutung von Zug und Bus für die Menschen und die Wirtschaft steigt. Ein Gewinn für alle!

 

Fazit:

Das Jobticket ist ein weiterer richtiger Schritt! Gute Gründe dafür, dass das Land hier zu seiner Verantwortung auch als Arbeitgeber steht und es seinen Angestellten auch anbietet. Ein großer Schritt unserer Grünen Finanzministerin Monika Heinold.

 

Thema: 

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